FAQ – Häuser & Co GmbH

Was macht Häuser & Co GmbH genau?

Häuser & Co ist ein auf thermisches Spritzen und industrielle Beschichtung spezialisiertes Unternehmen mit Sitz in Duisburg. Als erfahrener Dienstleister für Industrie-Beschichtungen schützen wir industrielle Bauteile – insbesondere in Kraftwerken, Müllverbrennungsanlagen und der chemischen Industrie – zuverlässig vor Korrosion, Abrasion und Hochtemperaturverschleiß. Ziel ist stets eine signifikante Verlängerung der Standzeiten und eine höhere Anlagenverfügbarkeit.

Das Unternehmen wurde 1995 gegründet und zählt heute zu den erfahrensten Anbietern für Oberflächenbeschichtungen mit metallischen und keramischen Werkstoffen für verschiedenste industrielle Anwendungen in Deutschland. Seither hat es sich als thermisches Spritzen Anbieter kontinuierlich weiterentwickelt – von frühen Anwendungen in der Stahlindustrie bis hin zu innovativen Lösungen für die Kraftwerkstechnik. Seit 2013 setzt Häuser & Co zudem das LaserCladding (Laserspritzverfahren) ein und hält dafür eine Patentanmeldung für die Beschichtung von Membranwänden mit Nickel-Basis-Werkstoffen.

Unsere Bauteilbeschichtung und Beschichtungstechnik kommen überall dort zum Einsatz, wo extreme Belastungen herrschen – zum Beispiel in folgenden Branchen:

  • Müllverbrennungsanlagen
  • Kraftwerken (inkl. Wirbelschicht-Kraftwerke)
  • Chemischer Industrie
  • Stahlindustrie
  • Maritimer Technik
  • Spezialbauteilen für diverse Anwendungen

Hier sorgen wir mit Bauteilbeschichtungen für zuverlässigen Verschleißschutz, Korrosionsschutz und längere Standzeiten.

Ja, insbesondere im Kesselbau gelten hohe Anforderungen an Qualität und Sicherheit. Für Beschichtungen an drucktragenden Bauteilen sind entsprechende Verfahrensprüfungen und Nachweise erforderlich. Unsere Beschichtungen verfügen bei üblichen Grundwerkstoffen über qualifizierte Verfahrensprüfungen in Zusammenarbeit mit dem TÜV und sind für den Einsatz an Kesselbauteilen geeignet. Ein wesentlicher Vorteil unserer Verfahren ist, dass das Grundmaterial durch die geringe Wärmeeinbringung nicht negativ beeinflusst wird.

Wir arbeiten mit einem breiten Spektrum moderner Verfahren des thermischen Spritzens:

  • Plasmaspritzen
  • Flammspritzen (inkl. Hochgeschwindigkeitsflammspritzen / HVOF)
  • Lichtbogenspritzen
  • LaserCladding / Laserspritzen

Damit decken wir ein weites Feld von Metallbeschichtungen und Oberflächenbeschichtungen für die Industrie ab – vom klassischen Verschleißschutz bis zur Hochtemperatur-Beschichtung an Kessel- und Anlagenkomponenten.

Beim Plasmaspritzen wird ein inertes Gas, meist Argon, durch einen Lichtbogen in den Plasmazustand versetzt. Im Plasmastrahl wird der pulverförmige Beschichtungswerkstoff aufgeschmolzen und mit hoher Geschwindigkeit auf die vorbereitete Oberfläche geschleudert. Der große Vorteil: Das heiße Plasma erreicht die Bauteiloberfläche selbst nicht, die Bauteiltemperatur bleibt niedrig. So lassen sich auch dünnwandige Rohre sicher beschichten. Wer sich fragt „Wie funktioniert Plasmaspritzen genau?“, findet hier > detaillierte technische Informationen zu Aufbau, Prozessführung und Einsatzgrenzen.

LaserCladding ist ein Verfahren, bei dem ein pulverförmiger Werkstoff – zum Beispiel INCONEL™ 625 oder 686 – mit einem Laserstrahl aufgeschmolzen und metallurgisch mit der Bauteiloberfläche verbunden wird.
Im Vergleich zum herkömmlichen Auftragschweißen bietet LaserCladding:

  • geringere Aufmischung mit dem Grundwerkstoff
  • sehr homogene, reine Schichten
  • geringere Schichtdicken bei gleicher Schutzwirkung
  • weniger Verzug durch reduzierten Wärmeeintrag

Für Verschleißschutz und Korrosionsschutz an hochbelasteten Bauteilen ist LaserCladding deshalb eine wirtschaftlich und technisch sehr attraktive Alternative.

Sowohl thermisches Spritzen wie auch Lasercladding sind besonders dann vorteilhaft, wenn geringe Wärmeeinbringung erforderlich ist, Bauteilverzug vermieden werden soll oder spezifische Schichteigenschaften benötigt werden. Im Vergleich zur Schweißplattierung ist das Verfahren schneller und oft wirtschaftlicher bei großflächigen Anwendungen.

Die Standzeit hängt stark von den Betriebsbedingungen ab, kann jedoch in vielen Fällen signifikant verlängert werden (oft wird mehrfache Lebensdauer im Vergleich zu ungeschützten Komponenten erreicht). https://haeuser-co.energy/beschichtung-schuetzt-auch-nach-mittlerweile-12-jahren-einsatz-das-grundmaterial-zuverlaessig-vor-erosion/

Je nach eingesetztem Werkstoff bieten unsere Beschichtungen:

  • Korrosionsschutz, z. B. gegen chlorinduzierte Hochtemperaturkorrosion in Müllverbrennungsanlagen
  • Verschleißschutz bei Abrasion und Erosion, etwa durch Staubfrachten im Rauchgas
  • Schutz vor Verzunderung in Hochtemperaturbereichen

Typische Einsatzgebiete sind Rohrbeschichtungen in der Industrie, Membranwände, Überhitzer, Rußbläserrohre, Armaturen, Wellen und weitere Maschinenbauteile.

Die Kosten hängen von Bauteilgröße, Werkstoff, Verfahren und Stückzahl ab. Grundsätzlich gilt: Wenn sich die Standzeit eines Bauteils verdoppelt oder sogar vervielfacht, rechnet sich die Beschichtung in der Regel sehr schnell. Gerade bei teuren oder schwer zu beschaffenden Bauteilen ist es deutlich wirtschaftlicher, diese beschichten oder reparieren zu lassen, statt neu zu kaufen. Wenn Sie konkret wissen möchten, was eine Beschichtung für Ihr Bauteil kostet, sprechen Sie uns bitte an – wir erstellen Ihnen ein transparentes Angebot. Wie Sie am besten anfragen erklären wir Ihnen auf der Seite Maschinenbau- und Armaturenteile >

Wir beschichten und reparieren eine Vielzahl von industriellen Bauteilen, unter anderem:

  • Rohre, Membranwände, Überhitzer und andere Kesselbauteile
  • Rußbläserrohre und Dampflanzen
  • Wellen (z. B. Getriebewellen, Schiffswellen), Walzen und Buchsen
  • Armaturen, Spindeln, Dichtflächen und Plattenkeile
  • Wärmetauscher, Wand- und Deckendurchtritte, Reaktionsbehälter

Eine Vielzahl von Beispielen finden Sie unter Praxisbeispiele & News >. Ob Sie Maschinenbauteile beschichten lassen möchten, eine Rohrbeschichtung in der Industrie benötigen oder eine einzelne Welle reparieren wollen – wir prüfen jeden Fall individuell.

Wie Sie am besten anfragen erklären wir Ihnen auf der Seite Maschinenbau- und Armaturenteile >

Grundsätzlich ja. Jedoch ist die werkseitige Beschichtung in Duisburg die bevorzugte Variante, weil wir dort unter optimalen Bedingungen arbeiten können.
In der Praxis sind Bauteile häufig bereits stark vorgeschädigt (z. B. unzulässig reduzierte Wandstärken, Anhaftungen durch Beläge oder Einlagerung von korrosiven Bestandteilen), sodass eine nachhaltige Reparatur technisch und wirtschaftlich nicht sinnvoll ist. Aus diesem Grund empfiehlt es sich in den meisten Fällen, neue Bauteile wie Überhitzerrohre oder Verdampfer von Anfang an zu beschichten. Dadurch wird die Standzeit signifikant verlängert und ungeplante Ausfälle werden vermieden.
Es gibt aber Situationen, in denen ein Ausbau oder Transport von Bauteilen nicht möglich oder zeitlich nicht darstellbar ist. In solchen Fällen bieten wir Vor-Ort-Beschichtungen an – zum Beispiel an Kesseln, großen Anlagenkomponenten oder schwer zugänglichen Bereichen. Diese Reparaturen können wir dann vor Ort z.B. während eines Stillstand durchführen.
Mit mobiler Technik und erfahrenen Einsatzteams können wir flexibel in Kraftwerken, Industrieanlagen und im maritimen Bereich arbeiten.

Ja. Bei ungeplanten Schäden – etwa an Kesselwänden, Getriebewellen oder kritischen Armaturen – unterstützen wir unsere Kunden mit kurzfristigen Reparaturmaßnahmen. Ziel ist es immer, die Anlage schnell wieder lauffähig zu machen, damit Zeit für eine gründliche Ursacheanalyse und die Planung einer dauerhaften Lösung bleibt. Häufig können wir Bauteile durch Beschichtung so aufarbeiten, dass eine kostspielige Neubeschaffung entfällt oder deutlich hinausgeschoben wird.

Besonders im Trockendock zeigt sich dieser Vorteil deutlich: Verschlissene oder korrodierte Schiffswellen, Wellenabdichtungen und Lagerkomponenten lassen sich durch gezielte Beschichtung auf Originalmaß und Originalqualität bringen – oft in einem Bruchteil der Zeit und zu einem Bruchteil der Kosten einer Neuanfertigung. Das Schiff kommt schneller wieder in Fahrt, der Reeder spart erheblich.

Wir verwenden je nach Einsatzfall unterschiedliche metallische und keramische Werkstoffe, unter anderem:

  • Nickelbasis-Legierungen wie INCONEL™ 625 / 686
  • HASTELLOY™ für chemisch hochbelastete Bereiche
  • STELLITE™ 21 für stark beanspruchte Dicht- und Gleitflächen
  • Spezielle selbstentwickelte Werkstoffe für Überhitzerbeschichtungen

Die Auswahl des geeigneten Beschichtungswerkstoffs richtet sich immer nach Temperatur, Medium, mechanischer Belastung und der gewünschten Standzeit.

Typische Schichtdicken liegen – abhängig vom eingesetzten Verfahren und der konkreten Anwendung – im Bereich von einigen hundert Mikrometern bis hin zu mehreren Millimetern.

Ein wesentlicher Vorteil des thermischen Spritzens bzw. Lasercladding besteht darin, dass die mechanischen Eigenschaften des Grundwerkstoffs vollständig erhalten bleiben. Das Rohr behält somit seine ursprüngliche Drucktragfähigkeit und ist weiterhin für hohe innere Betriebsdrücke ausgelegt.

Gleichzeitig sorgt die aufgebrachte Beschichtung durch ihre hervorragenden Korrosions- und Verschleißschutzeigenschaften dafür, dass die Bauteile auch unter anspruchsvollen Einsatzbedingungen eine deutlich verlängerte Standzeit erreichen.

Die Projektdauer hängt stark vom Umfang ab. Die Beschaffung von Rohren sowie die Fertigung von Bauteilen wie Überhitzerpaketen oder Verdampfern kann lieferbedingt mehrere Wochen bis Monate in Anspruch nehmen. Zusätzlich sind für die werkseitige Beschichtung weitere Wochen einzuplanen. Wir empfehlen daher, geplante Maßnahmen frühzeitig mit uns abzustimmen, um optimale Ergebnisse und eine termingerechte Umsetzung sicherzustellen.

Nein. Dank unserer langjährigen Erfahrung sowie speziell entwickelter Applikationsverfahren können wir thermisch gespritzte Schutzschichten nicht nur auf gerade Rohre, sondern auch auf komplexe Geometrien aufbringen. Dazu zählen unter anderem gebogene Bauteile wie Überhitzer-, Verdampferpakete oder Tragrohre. Gerne beraten wir Sie individuell, wie die Beschichtung für Ihre spezifische Anwendung optimal umgesetzt werden kann.

Wir bieten Ihnen nicht nur die reine Beschichtung, sondern übernehmen auf Wunsch die ganzheitliche Realisierung von Reparatur- und Ersatzprojekten.

Gemeinsam mit unseren qualifizierten Partnern decken wir den gesamten Projektumfang ab:

  • Beschaffung der Rohmaterialien (z. B. Kesselrohre)
  • Fertigung, einschließlich Rohrbiegung und Beschichtung
  • Montage
  • Qualitätsprüfung und vollständige Dokumentation

Sie erhalten somit eine integrierte Lösung aus einer Hand, mit klar definierten Schnittstellen und hoher Prozesssicherheit.

Für eine effiziente Projektabwicklung sind wir auf Ihre Unterstützung bei der Bereitstellung von Zeichnungen und technischen Unterlagen angewiesen. Diese bilden die Grundlage für eine präzise Planung und Umsetzung.

Wir verbinden mehr als 30 Jahre Erfahrung im thermischen Spritzen mit eigener Verfahrensentwicklung und praxisbewährten Lösungen. Dazu gehören:

  • Spezial-Know-how im Hochtemperaturbereich von Kraftwerken und Müllverbrennungsanlagen
  • innovative Verfahren wie LaserCladding mit patentangemeldeten Anwendungen
  • Kombination aus werkseitiger Beschichtung, Vor-Ort-Beschichtung und Notfall-Reparatur

Für viele Kunden in NRW und ganz Deutschland sind wir der Partner, wenn es um wirtschaftlichen Verschleißschutz und Korrosionsschutz an kritischen Bauteilen geht.

Eine Beschichtung ist insbesondere dann wirtschaftlich sinnvoll, wenn hochwertige und kostenintensive Komponenten wirksam vor Korrosion und Verschleiß geschützt werden sollen.

Besonders vorteilhaft ist der Einsatz, wenn durch die Beschichtung die Standzeit der Anlage signifikant verlängert wird und dadurch aufwendige sowie kostenintensive Stillstände reduziert oder vermieden werden können.