FAQ – Häuser & Co GmbH
Nutzen, Lebensdauer & Wirtschaftlichkeit
Ab wann ist eine Beschichtung wirtschaftlich sinnvoll?
Eine Beschichtung lohnt sich wirtschaftlich immer dann, wenn sie Stillstände reduziert, die Lebensdauer kritischer Bauteile verlängert und damit gesamt betrachtet günstiger ist als Austausch oder aufwendige Schweißarbeiten.
Typische Situationen, in denen sich eine Beschichtung rechnet:
- Wenn derselbe Schaden an denselben Bauteilen (z.B. Rohre, Membranwände, Rußbläser, Armaturen) immer wieder auftritt.
- Wenn Anlagenstillstände sehr teuer sind und jede zusätzliche Betriebsstunde zählt.
- Wenn es sich um teure oder schwer lieferbare Sonderbauteile handelt, die nicht „von der Stange“ zu ersetzen sind.
- Wenn lokale Schäden auftreten, das Bauteil an sich aber noch eine ausreichende Restlebensdauer hat.
- Wenn Sie mit einer Beschichtung kritische Bereiche gezielt schützen können, statt ganze Komponenten auszutauschen.
Eine praktische Daumenregel:
Je höher die Stillstandskosten und je größer der Aufwand für Ersatz oder Schweißarbeiten, desto eher ist eine Beschichtung wirtschaftlich die bessere Wahl.
Wie Sie Ihr Bauteil am besten anfragen, erklären wir auf der Seite Maschinenbau- und Armaturenteile >
Mit welchen Kosten ist beim thermischen Spritzen zu rechnen?
Die Kosten für thermisches Spritzen hängen stark von folgenden Faktoren ab:
- Bauteilgröße und Geometrie (z.B. Rohr, Armatur, Membranwand, Welle)
- Verfahren (z.B. Plasmaspritzen, anderes thermisches Spritzverfahren oder Lasercladding)
Beschichtungswerkstoff (z.B. Ni-Basis, Hartmetalle, keramische Werkstoffe) - erforderliche Schichtdicke und Schichtaufbau
- Stückzahl und Wiederholrate (Einzelteil vs. Serie)
- werkseitige Beschichtung oder Vor-Ort-Einsatz mit zusätzlichem Logistik- und Rüstaufwand
Wenn Sie konkret wissen möchten, was eine Beschichtung für Ihr Bauteil kostet, sprechen Sie uns bitte an – wir erstellen Ihnen ein transparentes Angebot. Wie Sie am besten anfragen erklären wir Ihnen auf der Seite Maschinenbau- und Armaturenteile >
Wie lange hält eine Beschichtung im Kesselbetrieb?
Die Standzeit hängt stark von den Betriebsbedingungen ab, kann jedoch in vielen Fällen signifikant verlängert werden (oft wird mehrfache Lebensdauer im Vergleich zu ungeschützten Komponenten erreicht). Ein praktisches Beispiel für LaserCladding finden Sie in unserer Fallstudie Beschichtung schützt auch nach mittlerweile 12 Jahren Einsatz das Grundmaterial zuverlässig vor Erosion >
Gegen welche Belastungen schützen Ihre Beschichtungen?
Je nach eingesetztem Werkstoff bieten unsere Beschichtungen:
- Korrosionsschutz, z. B. gegen chlorinduzierte Hochtemperaturkorrosion in Müllverbrennungsanlagen
- Verschleißschutz bei Abrasion und Erosion, etwa durch Staubfrachten im Rauchgas
- Schutz vor Verzunderung in Hochtemperaturbereichen
Typische Einsatzgebiete sind Rohrbeschichtungen in der Industrie, Membranwände, Überhitzer, Rußbläserrohre, Armaturen, Wellen und weitere Maschinenbauteile.
Mehr zu den eingesetzten Verfahren finden Sie unter Beschichtungsverfahren > oder Anwendungen >
Branchen, Anwendungen & Bauteile
Für welche Branchen und Anwendungsbereiche arbeitet Häuser & Co?
Unsere Bauteilbeschichtung und Beschichtungstechnik kommen überall dort zum Einsatz, wo extreme Belastungen herrschen – zum Beispiel in folgenden Branchen:
- Müllverbrennungsanlagen
- Kraftwerken (inkl. Wirbelschicht-Kraftwerke)
- Chemischer Industrie
- Stahlindustrie
- Maritimer Technik
- Spezialbauteilen für diverse Anwendungen
Konkrete Beispiele finden Sie unter unseren Branchenlösungen >
Hier sorgen wir mit Bauteilbeschichtungen für zuverlässigen Verschleißschutz, Korrosionsschutz und längere Standzeiten.
Welche Bauteile können beschichtet oder repariert werden?
Wir beschichten und reparieren eine Vielzahl von industriellen Bauteilen, unter anderem:
- Rohre, Membranwände, Überhitzer und andere Kesselbauteile
- Rußbläserrohre und Dampflanzen
- Wellen (z. B. Getriebewellen, Schiffswellen), Walzen und Buchsen
- Armaturen, Spindeln, Dichtflächen und Plattenkeile
- Wärmetauscher, Wand- und Deckendurchtritte, Reaktionsbehälter
Eine Vielzahl von Beispielen finden Sie unter Praxisbeispiele & News >. Ob Sie Maschinenbauteile beschichten lassen möchten, eine Rohrbeschichtung in der Industrie benötigen oder eine einzelne Welle reparieren wollen – wir prüfen jeden Fall individuell.
Wie Sie am besten anfragen erklären wir Ihnen auf der Seite Maschinenbau- und Armaturenteile >
Können nur gerade Rohre beschichtet werden?
Nein. Dank unserer langjährigen Erfahrung sowie speziell entwickelter Applikationsverfahren können wir thermisch gespritzte Schutzschichten nicht nur auf gerade Rohre, sondern auch auf komplexe Geometrien aufbringen. Dazu zählen unter anderem gebogene Bauteile wie Überhitzer-, Verdampferpakete oder Tragrohre. Gerne beraten wir Sie individuell, wie die Beschichtung für Ihre spezifische Anwendung optimal umgesetzt werden kann.
Beispiele für beschichtete komplexe Bauteile finden Sie in unseren Praxisbeispielen & News >
Beschichtungsverfahren & Technologie
Welche Beschichtungsverfahren setzt Häuser & Co ein?
Wir arbeiten mit einem breiten Spektrum moderner Verfahren des thermischen Spritzens:
- Plasmaspritzen
- Flammspritzen (inkl. Hochgeschwindigkeitsflammspritzen / HVOF)
- Lichtbogenspritzen
- LaserCladding / Laserspritzen
Damit decken wir ein weites Feld von Metallbeschichtungen und Oberflächenbeschichtungen für die Industrie ab – vom klassischen Verschleißschutz bis zur Hochtemperatur-Beschichtung an Kessel- und Anlagenkomponenten.
„Mehr zu den eingesetzten Verfahren finden Sie unter Beschichtungsverfahren >
Wie funktioniert Plasmaspritzen?
Beim Plasmaspritzen wird ein inertes Gas, meist Argon, durch einen Lichtbogen in den Plasmazustand versetzt. Im Plasmastrahl wird der pulverförmige Beschichtungswerkstoff aufgeschmolzen und mit hoher Geschwindigkeit auf die vorbereitete Oberfläche geschleudert.
Der große Vorteil: Das heiße Plasma erreicht die Bauteiloberfläche selbst nicht, die Bauteiltemperatur bleibt niedrig. So lassen sich auch dünnwandige Rohre sicher beschichten.
Wer sich fragt „Wie funktioniert Plasmaspritzen genau?“, findet auf der Seite Plasmaspritzen > detaillierte technische Informationen zu Aufbau, Prozessführung und Einsatzgrenzen.
Was ist LaserCladding und worin liegt der Unterschied zum konventionellen Auftragschweißen?
LaserCladding ist ein Verfahren, bei dem ein pulverförmiger Werkstoff – zum Beispiel INCONEL™ 625 oder 686 – mit einem Laserstrahl aufgeschmolzen und metallurgisch mit der Bauteiloberfläche verbunden wird.
Im Vergleich zum herkömmlichen Auftragschweißen bietet LaserCladding:
- geringere Aufmischung mit dem Grundwerkstoff
- sehr homogene, reine Schichten
- geringere Schichtdicken bei gleicher Schutzwirkung
- weniger Verzug durch reduzierten Wärmeeintrag
Für Verschleißschutz und Korrosionsschutz an hochbelasteten Bauteilen ist LaserCladding deshalb eine wirtschaftlich und technisch sehr attraktive Alternative.
Ein praktisches Beispiel für LaserCladding finden Sie in unserer Fallstudie LaserCladding spart Zeit und Kosten bei Plattenkeil-Instandsetzung >
Wann sind thermisches Spritzen bzw. Lasercladding sinnvoller als Schweißplattierung?
Sowohl thermisches Spritzen wie auch Lasercladding sind besonders dann vorteilhaft, wenn geringe Wärmeeinbringung erforderlich ist, Bauteilverzug vermieden werden soll oder spezifische Schichteigenschaften benötigt werden. Im Vergleich zur Schweißplattierung ist das Verfahren schneller und oft wirtschaftlicher bei großflächigen Anwendungen.
Mehr zu den eingesetzten Verfahren finden Sie unter Beschichtungsverfahren >
Werkstoffe, Schichtauslegung & Qualität
Welche Werkstoffe setzen Sie für Ihre Beschichtungen ein?
Wir verwenden je nach Einsatzfall unterschiedliche metallische und keramische Werkstoffe, unter anderem:
- Nickelbasis-Legierungen wie INCONEL™ 625 / 686
- HASTELLOY™ für chemisch hochbelastete Bereiche
- STELLITE™ 21 für stark beanspruchte Dicht- und Gleitflächen
- Spezielle selbstentwickelte Werkstoffe für Überhitzerbeschichtungen
Die Auswahl des geeigneten Beschichtungswerkstoffs richtet sich immer nach Temperatur, Medium, mechanischer Belastung und der gewünschten Standzeit.
Welche Schichtdicken sind möglich?
Typische Schichtdicken liegen – abhängig vom eingesetzten Verfahren und der konkreten Anwendung – im Bereich von einigen hundert Mikrometern bis hin zu mehreren Millimetern.
Ein wesentlicher Vorteil des thermischen Spritzens bzw. Lasercladding besteht darin, dass die mechanischen Eigenschaften des Grundwerkstoffs vollständig erhalten bleiben. Das Rohr behält somit seine ursprüngliche Drucktragfähigkeit und ist weiterhin für hohe innere Betriebsdrücke ausgelegt.
Gleichzeitig sorgt die aufgebrachte Beschichtung durch ihre hervorragenden Korrosions- und Verschleißschutzeigenschaften dafür, dass die Bauteile auch unter anspruchsvollen Einsatzbedingungen eine deutlich verlängerte Standzeit erreichen.
Sind für die Beschichtung von Kesselbauteilen besondere Prüfverfahren oder Zertifikate erforderlich?
Ja, insbesondere im Kesselbau gelten hohe Anforderungen an Qualität und Sicherheit. Für Beschichtungen an drucktragenden Bauteilen sind entsprechende Verfahrensprüfungen und Nachweise erforderlich. Unsere Beschichtungen verfügen bei üblichen Grundwerkstoffen über qualifizierte Verfahrensprüfungen in Zusammenarbeit mit dem TÜV und sind für den Einsatz an Kesselbauteilen geeignet. Ein wesentlicher Vorteil unserer Verfahren ist, dass das Grundmaterial durch die geringe Wärmeeinbringung nicht negativ beeinflusst wird.
Service, Einsatzarten & Projektablauf
Bietet Häuser & Co auch Vor-Ort-Beschichtungen an?
Grundsätzlich ja. Jedoch ist die werkseitige Beschichtung in Duisburg die bevorzugte Variante, weil wir dort unter optimalen Bedingungen arbeiten können.
In der Praxis sind Bauteile häufig bereits stark vorgeschädigt (z. B. unzulässig reduzierte Wandstärken, Anhaftungen durch Beläge oder Einlagerung von korrosiven Bestandteilen), sodass eine nachhaltige Reparatur technisch und wirtschaftlich nicht sinnvoll ist. Aus diesem Grund empfiehlt es sich in den meisten Fällen, neue Bauteile wie Überhitzerrohre oder Verdampfer von Anfang an zu beschichten. Dadurch wird die Standzeit signifikant verlängert und ungeplante Ausfälle werden vermieden.
Es gibt aber Situationen, in denen ein Ausbau oder Transport von Bauteilen nicht möglich oder zeitlich nicht darstellbar ist. In solchen Fällen bieten wir Vor-Ort-Beschichtungen an – zum Beispiel an Kesseln, großen Anlagenkomponenten oder schwer zugänglichen Bereichen. Diese Reparaturen können wir dann vor Ort z.B. während eines Stillstand durchführen.
Mit mobiler Technik und erfahrenen Einsatzteams können wir flexibel in Kraftwerken, Industrieanlagen und im maritimen Bereich arbeiten.
Einen Überblick über werkseitige Beschichtung, Vor-Ort-Einsätze und Reparaturmaßnahmen finden Sie unter Werkseitig – Vor Ort – Reparatur >.
Übernehmen Sie auch Notfall- und Reparatureinsätze?
Ja. Bei ungeplanten Schäden – etwa an Kesselwänden, Getriebewellen oder kritischen Armaturen – unterstützen wir unsere Kunden mit kurzfristigen Reparaturmaßnahmen. Ziel ist es immer, die Anlage schnell wieder lauffähig zu machen, damit Zeit für eine gründliche Ursacheanalyse und die Planung einer dauerhaften Lösung bleibt. Häufig können wir Bauteile durch Beschichtung so aufarbeiten, dass eine kostspielige Neubeschaffung entfällt oder deutlich hinausgeschoben wird.
Besonders im Trockendock zeigt sich dieser Vorteil deutlich: Verschlissene oder korrodierte Schiffswellen, Wellenabdichtungen und Lagerkomponenten lassen sich durch gezielte Beschichtung auf Originalmaß und Originalqualität bringen – oft in einem Bruchteil der Zeit und zu einem Bruchteil der Kosten einer Neuanfertigung. Das Schiff kommt schneller wieder in Fahrt, der Reeder spart erheblich.
Einen Überblick über werkseitige Beschichtung, Vor-Ort-Einsätze und Reparaturmaßnahmen finden Sie unter Werkseitig – Vor Ort – Reparatur >.
Wie lange dauert ein typisches Projekt?
Die Projektdauer hängt stark vom Umfang ab. Die Beschaffung von Rohren sowie die Fertigung von Bauteilen wie Überhitzerpaketen oder Verdampfern kann lieferbedingt mehrere Wochen bis Monate in Anspruch nehmen. Zusätzlich sind für die werkseitige Beschichtung weitere Wochen einzuplanen. Wir empfehlen daher, geplante Maßnahmen frühzeitig mit uns abzustimmen, um optimale Ergebnisse und eine termingerechte Umsetzung sicherzustellen.
Einen Überblick über werkseitige Beschichtung, Vor-Ort-Einsätze und Reparaturmaßnahmen finden Sie unter Werkseitig – Vor Ort – Reparatur >.
Bietet Häuser & Co ausschließlich Beschichtungen an oder können komplette Bauteile bzw. Projekte beauftragt werden?
Wir bieten Ihnen nicht nur die reine Beschichtung, sondern übernehmen auf Wunsch die ganzheitliche Realisierung von Reparatur- und Ersatzprojekten.
Gemeinsam mit unseren qualifizierten Partnern decken wir den gesamten Projektumfang ab:
- Beschaffung der Rohmaterialien (z. B. Kesselrohre)
- Fertigung, einschließlich Rohrbiegung und Beschichtung
- Montage
- Qualitätsprüfung und vollständige Dokumentation
Sie erhalten somit eine integrierte Lösung aus einer Hand, mit klar definierten Schnittstellen und hoher Prozesssicherheit.
Für eine effiziente Projektabwicklung sind wir auf Ihre Unterstützung bei der Bereitstellung von Zeichnungen und technischen Unterlagen angewiesen. Diese bilden die Grundlage für eine präzise Planung und Umsetzung.
Einen Überblick über werkseitige Beschichtung, Vor-Ort-Einsätze und Reparaturmaßnahmen finden Sie unter Werkseitig – Vor Ort – Reparatur >.
Unternehmen & Alleinstellungsmerkmale
Was macht Häuser & Co GmbH genau?
Häuser & Co ist ein auf thermisches Spritzen und industrielle Beschichtung spezialisiertes Unternehmen mit Sitz in Duisburg. Als erfahrener Dienstleister für Industrie-Beschichtungen schützen wir industrielle Bauteile – insbesondere in Kraftwerken, Müllverbrennungsanlagen und der chemischen Industrie – zuverlässig vor Korrosion, Abrasion und Hochtemperaturverschleiß. Ziel ist stets eine signifikante Verlängerung der Standzeiten und eine höhere Anlagenverfügbarkeit.
Mehr über Unternehmen und Historie finden Sie unter Unternehmen >
Seit wann gibt es Häuser & Co, und woraus schöpft das Unternehmen seine Erfahrung?
Das Unternehmen wurde 1995 gegründet und zählt heute zu den erfahrensten Anbietern für Oberflächenbeschichtungen mit metallischen und keramischen Werkstoffen für verschiedenste industrielle Anwendungen in Deutschland. Seither hat es sich als thermisches Spritzen Anbieter kontinuierlich weiterentwickelt – von frühen Anwendungen in der Stahlindustrie bis hin zu innovativen Lösungen für die Kraftwerkstechnik. Seit 2013 setzt Häuser & Co zudem das LaserCladding (Laserspritzverfahren) ein und hält dafür eine Patentanmeldung für die Beschichtung von Membranwänden mit Nickel-Basis-Werkstoffen.
Mehr über Unternehmen und Historie finden Sie unter Unternehmen >
Was unterscheidet Häuser & Co von anderen Beschichtungsanbietern?
Wir verbinden mehr als 30 Jahre Erfahrung im thermischen Spritzen mit eigener Verfahrensentwicklung und praxisbewährten Lösungen. Dazu gehören:
- Spezial-Know-how im Hochtemperaturbereich von Kraftwerken und Müllverbrennungsanlagen
- innovative Verfahren wie LaserCladding mit patentangemeldeten Anwendungen
- Kombination aus werkseitiger Beschichtung, Vor-Ort-Beschichtung und Notfall-Reparatur
Für viele Kunden in NRW und ganz Deutschland sind wir der Partner, wenn es um wirtschaftlichen Verschleißschutz und Korrosionsschutz an kritischen Bauteilen geht.
Mehr über Unternehmen und Historie finden Sie unter Unternehmen >
Ab wann ist eine Beschichtung wirtschaftlich sinnvoll?
Eine Beschichtung lohnt sich wirtschaftlich immer dann, wenn sie Stillstände reduziert, die Lebensdauer kritischer Bauteile verlängert und damit gesamt betrachtet günstiger ist als Austausch oder aufwendige Schweißarbeiten.
Typische Situationen, in denen sich eine Beschichtung rechnet:
- Wenn derselbe Schaden an denselben Bauteilen (z.B. Rohre, Membranwände, Rußbläser, Armaturen) immer wieder auftritt.
- Wenn Anlagenstillstände sehr teuer sind und jede zusätzliche Betriebsstunde zählt.
- Wenn es sich um teure oder schwer lieferbare Sonderbauteile handelt, die nicht „von der Stange“ zu ersetzen sind.
- Wenn lokale Schäden auftreten, das Bauteil an sich aber noch eine ausreichende Restlebensdauer hat.
- Wenn Sie mit einer Beschichtung kritische Bereiche gezielt schützen können, statt ganze Komponenten auszutauschen.
Eine praktische Daumenregel:
Je höher die Stillstandskosten und je größer der Aufwand für Ersatz oder Schweißarbeiten, desto eher ist eine Beschichtung wirtschaftlich die bessere Wahl.
Mit welchen Kosten ist beim thermischen Spritzen zu rechnen?
Die Kosten für thermisches Spritzen hängen stark von folgenden Faktoren ab:
- Bauteilgröße und Geometrie (z.B. Rohr, Armatur, Membranwand, Welle)
- Verfahren (z.B. Plasmaspritzen, anderes thermisches Spritzverfahren oder Lasercladding)
Beschichtungswerkstoff (z.B. Ni-Basis, Hartmetalle, keramische Werkstoffe) - erforderliche Schichtdicke und Schichtaufbau
- Stückzahl und Wiederholrate (Einzelteil vs. Serie)
- werkseitige Beschichtung oder Vor-Ort-Einsatz mit zusätzlichem Logistik- und Rüstaufwand
Wenn Sie konkret wissen möchten, was eine Beschichtung für Ihr Bauteil kostet, sprechen Sie uns bitte an – wir erstellen Ihnen ein transparentes Angebot. Wie Sie am besten anfragen erklären wir Ihnen auf der Seite Maschinenbau- und Armaturenteile >
Wie lange hält eine Beschichtung im Kesselbetrieb?
Die Standzeit hängt stark von den Betriebsbedingungen ab, kann jedoch in vielen Fällen signifikant verlängert werden (oft wird mehrfache Lebensdauer im Vergleich zu ungeschützten Komponenten erreicht). https://haeuser-co.energy/beschichtung-schuetzt-auch-nach-mittlerweile-12-jahren-einsatz-das-grundmaterial-zuverlaessig-vor-erosion/
Gegen welche Belastungen schützen Ihre Beschichtungen?
Je nach eingesetztem Werkstoff bieten unsere Beschichtungen:
- Korrosionsschutz, z. B. gegen chlorinduzierte Hochtemperaturkorrosion in Müllverbrennungsanlagen
- Verschleißschutz bei Abrasion und Erosion, etwa durch Staubfrachten im Rauchgas
- Schutz vor Verzunderung in Hochtemperaturbereichen
Typische Einsatzgebiete sind Rohrbeschichtungen in der Industrie, Membranwände, Überhitzer, Rußbläserrohre, Armaturen, Wellen und weitere Maschinenbauteile.
Was macht Häuser & Co GmbH genau?
Häuser & Co ist ein auf thermisches Spritzen und industrielle Beschichtung spezialisiertes Unternehmen mit Sitz in Duisburg. Als erfahrener Dienstleister für Industrie-Beschichtungen schützen wir industrielle Bauteile – insbesondere in Kraftwerken, Müllverbrennungsanlagen und der chemischen Industrie – zuverlässig vor Korrosion, Abrasion und Hochtemperaturverschleiß. Ziel ist stets eine signifikante Verlängerung der Standzeiten und eine höhere Anlagenverfügbarkeit.
Seit wann gibt es Häuser & Co, und woraus schöpft das Unternehmen seine Erfahrung?
Das Unternehmen wurde 1995 gegründet und zählt heute zu den erfahrensten Anbietern für Oberflächenbeschichtungen mit metallischen und keramischen Werkstoffen für verschiedenste industrielle Anwendungen in Deutschland. Seither hat es sich als thermisches Spritzen Anbieter kontinuierlich weiterentwickelt – von frühen Anwendungen in der Stahlindustrie bis hin zu innovativen Lösungen für die Kraftwerkstechnik. Seit 2013 setzt Häuser & Co zudem das LaserCladding (Laserspritzverfahren) ein und hält dafür eine Patentanmeldung für die Beschichtung von Membranwänden mit Nickel-Basis-Werkstoffen.
Für welche Branchen und Anwendungsbereiche arbeitet Häuser & Co?
Unsere Bauteilbeschichtung und Beschichtungstechnik kommen überall dort zum Einsatz, wo extreme Belastungen herrschen – zum Beispiel in folgenden Branchen:
- Müllverbrennungsanlagen
- Kraftwerken (inkl. Wirbelschicht-Kraftwerke)
- Chemischer Industrie
- Stahlindustrie
- Maritimer Technik
- Spezialbauteilen für diverse Anwendungen
Hier sorgen wir mit Bauteilbeschichtungen für zuverlässigen Verschleißschutz, Korrosionsschutz und längere Standzeiten.
Sind für die Beschichtung von Kesselbauteilen besondere Prüfverfahren oder Zertifikate erforderlich?
Ja, insbesondere im Kesselbau gelten hohe Anforderungen an Qualität und Sicherheit. Für Beschichtungen an drucktragenden Bauteilen sind entsprechende Verfahrensprüfungen und Nachweise erforderlich. Unsere Beschichtungen verfügen bei üblichen Grundwerkstoffen über qualifizierte Verfahrensprüfungen in Zusammenarbeit mit dem TÜV und sind für den Einsatz an Kesselbauteilen geeignet. Ein wesentlicher Vorteil unserer Verfahren ist, dass das Grundmaterial durch die geringe Wärmeeinbringung nicht negativ beeinflusst wird.
Welche Beschichtungsverfahren setzt Häuser & Co ein?
Wir arbeiten mit einem breiten Spektrum moderner Verfahren des thermischen Spritzens:
- Plasmaspritzen
- Flammspritzen (inkl. Hochgeschwindigkeitsflammspritzen / HVOF)
- Lichtbogenspritzen
- LaserCladding / Laserspritzen
Damit decken wir ein weites Feld von Metallbeschichtungen und Oberflächenbeschichtungen für die Industrie ab – vom klassischen Verschleißschutz bis zur Hochtemperatur-Beschichtung an Kessel- und Anlagenkomponenten.
Wie funktioniert Plasmaspritzen?
Was ist LaserCladding und worin liegt der Unterschied zum konventionellen Auftragschweißen?
LaserCladding ist ein Verfahren, bei dem ein pulverförmiger Werkstoff – zum Beispiel INCONEL™ 625 oder 686 – mit einem Laserstrahl aufgeschmolzen und metallurgisch mit der Bauteiloberfläche verbunden wird.
Im Vergleich zum herkömmlichen Auftragschweißen bietet LaserCladding:
- geringere Aufmischung mit dem Grundwerkstoff
- sehr homogene, reine Schichten
- geringere Schichtdicken bei gleicher Schutzwirkung
- weniger Verzug durch reduzierten Wärmeeintrag
Für Verschleißschutz und Korrosionsschutz an hochbelasteten Bauteilen ist LaserCladding deshalb eine wirtschaftlich und technisch sehr attraktive Alternative.
Wann sind thermisches Spritzen bzw. Lasercladding sinnvoller als Schweißplattierung?
Sowohl thermisches Spritzen wie auch Lasercladding sind besonders dann vorteilhaft, wenn geringe Wärmeeinbringung erforderlich ist, Bauteilverzug vermieden werden soll oder spezifische Schichteigenschaften benötigt werden. Im Vergleich zur Schweißplattierung ist das Verfahren schneller und oft wirtschaftlicher bei großflächigen Anwendungen.
Welche Bauteile können beschichtet oder repariert werden?
Wir beschichten und reparieren eine Vielzahl von industriellen Bauteilen, unter anderem:
- Rohre, Membranwände, Überhitzer und andere Kesselbauteile
- Rußbläserrohre und Dampflanzen
- Wellen (z. B. Getriebewellen, Schiffswellen), Walzen und Buchsen
- Armaturen, Spindeln, Dichtflächen und Plattenkeile
- Wärmetauscher, Wand- und Deckendurchtritte, Reaktionsbehälter
Eine Vielzahl von Beispielen finden Sie unter Praxisbeispiele & News >. Ob Sie Maschinenbauteile beschichten lassen möchten, eine Rohrbeschichtung in der Industrie benötigen oder eine einzelne Welle reparieren wollen – wir prüfen jeden Fall individuell.
Wie Sie am besten anfragen erklären wir Ihnen auf der Seite Maschinenbau- und Armaturenteile >
Bietet Häuser & Co auch Vor-Ort-Beschichtungen an?
Grundsätzlich ja. Jedoch ist die werkseitige Beschichtung in Duisburg die bevorzugte Variante, weil wir dort unter optimalen Bedingungen arbeiten können.
In der Praxis sind Bauteile häufig bereits stark vorgeschädigt (z. B. unzulässig reduzierte Wandstärken, Anhaftungen durch Beläge oder Einlagerung von korrosiven Bestandteilen), sodass eine nachhaltige Reparatur technisch und wirtschaftlich nicht sinnvoll ist. Aus diesem Grund empfiehlt es sich in den meisten Fällen, neue Bauteile wie Überhitzerrohre oder Verdampfer von Anfang an zu beschichten. Dadurch wird die Standzeit signifikant verlängert und ungeplante Ausfälle werden vermieden.
Es gibt aber Situationen, in denen ein Ausbau oder Transport von Bauteilen nicht möglich oder zeitlich nicht darstellbar ist. In solchen Fällen bieten wir Vor-Ort-Beschichtungen an – zum Beispiel an Kesseln, großen Anlagenkomponenten oder schwer zugänglichen Bereichen. Diese Reparaturen können wir dann vor Ort z.B. während eines Stillstand durchführen.
Mit mobiler Technik und erfahrenen Einsatzteams können wir flexibel in Kraftwerken, Industrieanlagen und im maritimen Bereich arbeiten.
Übernehmen Sie auch Notfall- und Reparatureinsätze?
Ja. Bei ungeplanten Schäden – etwa an Kesselwänden, Getriebewellen oder kritischen Armaturen – unterstützen wir unsere Kunden mit kurzfristigen Reparaturmaßnahmen. Ziel ist es immer, die Anlage schnell wieder lauffähig zu machen, damit Zeit für eine gründliche Ursacheanalyse und die Planung einer dauerhaften Lösung bleibt. Häufig können wir Bauteile durch Beschichtung so aufarbeiten, dass eine kostspielige Neubeschaffung entfällt oder deutlich hinausgeschoben wird.
Besonders im Trockendock zeigt sich dieser Vorteil deutlich: Verschlissene oder korrodierte Schiffswellen, Wellenabdichtungen und Lagerkomponenten lassen sich durch gezielte Beschichtung auf Originalmaß und Originalqualität bringen – oft in einem Bruchteil der Zeit und zu einem Bruchteil der Kosten einer Neuanfertigung. Das Schiff kommt schneller wieder in Fahrt, der Reeder spart erheblich.
Welche Werkstoffe setzen Sie für Ihre Beschichtungen ein?
Wir verwenden je nach Einsatzfall unterschiedliche metallische und keramische Werkstoffe, unter anderem:
- Nickelbasis-Legierungen wie INCONEL™ 625 / 686
- HASTELLOY™ für chemisch hochbelastete Bereiche
- STELLITE™ 21 für stark beanspruchte Dicht- und Gleitflächen
- Spezielle selbstentwickelte Werkstoffe für Überhitzerbeschichtungen
Die Auswahl des geeigneten Beschichtungswerkstoffs richtet sich immer nach Temperatur, Medium, mechanischer Belastung und der gewünschten Standzeit.
Welche Schichtdicken sind möglich?
Typische Schichtdicken liegen – abhängig vom eingesetzten Verfahren und der konkreten Anwendung – im Bereich von einigen hundert Mikrometern bis hin zu mehreren Millimetern.
Ein wesentlicher Vorteil des thermischen Spritzens bzw. Lasercladding besteht darin, dass die mechanischen Eigenschaften des Grundwerkstoffs vollständig erhalten bleiben. Das Rohr behält somit seine ursprüngliche Drucktragfähigkeit und ist weiterhin für hohe innere Betriebsdrücke ausgelegt.
Gleichzeitig sorgt die aufgebrachte Beschichtung durch ihre hervorragenden Korrosions- und Verschleißschutzeigenschaften dafür, dass die Bauteile auch unter anspruchsvollen Einsatzbedingungen eine deutlich verlängerte Standzeit erreichen.
Wie lange dauert ein typisches Projekt?
Die Projektdauer hängt stark vom Umfang ab. Die Beschaffung von Rohren sowie die Fertigung von Bauteilen wie Überhitzerpaketen oder Verdampfern kann lieferbedingt mehrere Wochen bis Monate in Anspruch nehmen. Zusätzlich sind für die werkseitige Beschichtung weitere Wochen einzuplanen. Wir empfehlen daher, geplante Maßnahmen frühzeitig mit uns abzustimmen, um optimale Ergebnisse und eine termingerechte Umsetzung sicherzustellen.
Können nur gerade Rohre beschichtet werden?
Nein. Dank unserer langjährigen Erfahrung sowie speziell entwickelter Applikationsverfahren können wir thermisch gespritzte Schutzschichten nicht nur auf gerade Rohre, sondern auch auf komplexe Geometrien aufbringen. Dazu zählen unter anderem gebogene Bauteile wie Überhitzer-, Verdampferpakete oder Tragrohre. Gerne beraten wir Sie individuell, wie die Beschichtung für Ihre spezifische Anwendung optimal umgesetzt werden kann.
Bietet Häuser & Co ausschließlich Beschichtungen an oder können komplette Bauteile bzw. Projekte beauftragt werden?
Wir bieten Ihnen nicht nur die reine Beschichtung, sondern übernehmen auf Wunsch die ganzheitliche Realisierung von Reparatur- und Ersatzprojekten.
Gemeinsam mit unseren qualifizierten Partnern decken wir den gesamten Projektumfang ab:
- Beschaffung der Rohmaterialien (z. B. Kesselrohre)
- Fertigung, einschließlich Rohrbiegung und Beschichtung
- Montage
- Qualitätsprüfung und vollständige Dokumentation
Sie erhalten somit eine integrierte Lösung aus einer Hand, mit klar definierten Schnittstellen und hoher Prozesssicherheit.
Für eine effiziente Projektabwicklung sind wir auf Ihre Unterstützung bei der Bereitstellung von Zeichnungen und technischen Unterlagen angewiesen. Diese bilden die Grundlage für eine präzise Planung und Umsetzung.
Was unterscheidet Häuser & Co von anderen Beschichtungsanbietern?
Wir verbinden mehr als 30 Jahre Erfahrung im thermischen Spritzen mit eigener Verfahrensentwicklung und praxisbewährten Lösungen. Dazu gehören:
- Spezial-Know-how im Hochtemperaturbereich von Kraftwerken und Müllverbrennungsanlagen
- innovative Verfahren wie LaserCladding mit patentangemeldeten Anwendungen
- Kombination aus werkseitiger Beschichtung, Vor-Ort-Beschichtung und Notfall-Reparatur
Für viele Kunden in NRW und ganz Deutschland sind wir der Partner, wenn es um wirtschaftlichen Verschleißschutz und Korrosionsschutz an kritischen Bauteilen geht.