Lichtbogenspritzverfahren

Das Lichtbogenspritzverfahren nutzt einen Gleichstrom, über den zwei, in einer Spritzpistole zusammengeführte Drähte mittels des entstehenden Lichtbogens an den Enden aufgeschmolzen werden. Die aufgeschmolzenen Tröpfchen werden durch ein Zerstäubergas auf Geschindigkeiten bis 150 m/s beschleunigt und auf die zuvor aufgeraute Oberfläche geschleudert. Dort erstarren sie, verklammern sich mit dem Untergrund und bilden eine dichte, lamellenartige Schutzschicht. Diese Schichten zeichnen sich durch hohe Haftfestigkeit und Widerstandsfähigkeit aus.

Durch Fülldrähte ist es möglich eine Vielzahl an Werkstoffen und Legierungen zu verarbeiten

Durch innovative Fülldrähte, die Beschichtungswerkstoffe in Edelstahl- oder Nickel-Chrom-Mänteln integrieren, können auch Materialien und Legierungen verarbeitet werden, die in reiner Drahtform nicht herstellbar wären. Dies eröffnet ein breites Anwendungsspektrum für Korrosions- und Verschleißschutz.

Verarbeitung von Nickelbasis-Werkstoffen und extrem verschleißfesten Materialien

Die Firma Häuser setzt das Lichtbogenspritzverfahren für die Verarbeitung von Nickel-Basis-Werkstoffen und extrem verschleißfesten Materialien wie Eisen-Chrom-Legierungen mit einer Härte von 950-1050 HV sowie einer Temperaturbeständigkeit von bis zu 900°C ein.

Beschichtungen selbst unter erschwerten Bedingungen

Ein weiterer Vorteil des Verfahrens ist die robuste und kompakte Gerätetechnik, die auch mobile Anwendungen ermöglicht. So können Beschichtungen selbst unter erschwerten Bedingungen, etwa in Kesseln, durchgeführt werden, um die Lebensdauer korrodierter Wandflächen deutlich zu verlängern.

Robuste Verschleiß- und Korrosionsschutzschichten

Die Häuser & Co GmbH verwendet das Lichtbogenspritzverfahren vorwiegend für die Herstellung von sehr harten Verschleißschutzschichten sowie von Zink-Aluminium-Schichten im Rahmen des atmosphärischen Korrosionsschutzes. Auf Grund einer im Vergleich zum Plasmaspritzverfahren höheren Porosität und einer eingeschränkten Werkstoffauswahl ist das Lichbogenspritzverfahren für die Herstellung von Beschichtungen gegen chlor- und schwefelinduzierte Hochtemperaturkorrosion in Kesselanlagen nur bedingt geeignet.

Hohe Leistung für großflächige Anwendungen

Infolge der im Vergleich zu allen anderen Thermischen Spritzverfahren sehr hohen Aufschmelzleistung sowie der verhältnismäßig kompakten Anlagengröße wird das Lichtbogenspritzverfahren vor allem bei großflächigen Anwendungen sowie mobilen Arbeiten eingesetzt.

Typische Anwendungsbereiche im Überblick

Typische Einsatzgebiete sind z.B. Spritzverzinkungen für Windkraftanlagen und Stahlkonstruktionen, im Brückenbau sowie in der maritimen Technik.

Reparaturmaßnahmen

Soforthilfe – die ein Kraftwerk schnell wieder ans Laufen bringt und dem Kunden Zeit für eine fundierte Schadensanalyse und die Planung langfristiger Gegenmaßnahmen verschafft.